Durch eine neuartige Kombination von Sensorik und Robotik wird ein Navigationssystem für die vollautomatisierte und kollisionsfreie Bewegung eines Agrarroboters entwickelt. Der Einsatz von Robotik in der Landwirtschaft trägt zur Minderung der Bodenverdichtung und CO2 -Freisetzung bei, fokussiert wird allerdings der Einsatz des Roboters in Sonderkulturen, wie z.B. im Anbau von Heil- und Gewürzpflanzen, wo Felder teilweise noch von Hand bestellt werden. Der Wasserstoffantrieb des Roboters trägt zur CO2 -Einsparung bei und ermöglicht in Kombination mit einer mobilen Tankeinheit einen dauerhaften Einsatz in der Feldbearbeitung.

Das genannte optische Sensorsystem des Agrarroboters setzt sich aus einer Nah- und Fernfelduntersuchung zusammen. Zur Nahfelduntersuchung dient ein neuartiges, optisches Navigationssystems auf Grundlage der binokularen Streulichttechnik in Zusammenarbeit mit einer Laserquelle zur Orientierung des Roboters. Dieses System soll Objekte, die innerhalb des Sichtfelds der besagten Kameras stehen, erkennen und durch Analyse der aufgenommenen Daten die Rotation kalkulieren, bis ein frei zugänglicher Weg erkannt wird. Zur Fernfelduntersuchung stellt das Kamerasystem zusätzlich Bilder
des gesamten Umfelds bereit, welche durch ein Filter-Array analysiert werden, um die Position und Distanz der Pflanzenreihe als Endziel der Roboterbewegung zu ermöglichen.

Agrar-Robotermodul mit montiertem optischem Versuchs-Sensor