Der Energiepark Bad Lauchstädt ist ein großtechnisch angelegtes Vorhaben zur Erzeugung von Grünem Wasserstoff sowie dessen Speicherung, Transport, Vermarktung und Nutzung. Seine Umsetzung liegt in der Verantwortung eines Konsortiums aus sieben Unternehmen. Als Reallabor der Energiewende erprobt das Projekt dabei erstmalig die gesamte Wertschöpfungskette von Grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab. Mittels einer Großelektrolyse-Anlage mit einer Leistung von 30 Megawatt wird unter Einsatz von erneuerbarem Strom aus dem nahe gelegenen Windpark Grüner Wasserstoff produziert. Der Grüne Wasserstoff gelangt über eine in Umstellung befindliche, 25 Kilometer lange Gaspipeline zu der in Mitteldeutschland ansässigen chemischen Industrie und unterstützt die Unternehmen auf ihrem Weg zu einer Dekarbonisierung. Perspektivisch kann der Wasserstoff zudem in einem Kavernenspeicher, der im Rahmen eines parallelen IPCEI-Projekts errichtet werden soll, zwischengespeichert werden. Das Reallabor trägt dazu bei, diese Zukunftstechnologien rund um Grünen Wasserstoff zu erforschen und zur Marktreife zu bringen – für eine technologisch starke und zukunftsorientierte Wasserstoffregion in Mitteldeutschland und eine erfolgreiche Sektorenkopplung in der gesamten Bundesrepublik. Dazu investieren die Projektpartner eine Summe von insgesamt 210 Millionen Euro, die eine Förderung als „Reallabor der Energiewende“ in Höhe von 34 Millionen Euro aus dem Förderprogramm 7. Energieforschungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) enthält. Den Beginn der aktiven Bauphase verzeichnete das Projekt mit dem symbolischen Spatenstich im Sommer 2023. Die vollständige Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende des Jahres 2025 geplant

Luftaufnahme des im Bau befindlichen Energiepark Bad Lauchstädt (04/2025)