Zum Zwecke der Reduktion der Gestehungskosten brennbarer und oxidierender Gase zielt
das Vorhaben auf die Entwicklung eines neuartigen Hochdruck-Membranverdichters ab.
Im Vergleich zu herkömmlichen Membranverdichtern zeichnet sich die entwickelte
Technologie durch eine mehrschichtige zylinderförmige Geometrie aus. Diese ermöglicht
einerseits einen Betrieb ohne mechanisch bewegte Komponenten, somit eine weitgehend verschleißfreie Verdichtung und arbeitet mit hohem Verdichtungshub je Einzelhub. Andererseits ist sie simpel skalierbar und kann dementsprechend einem breiten Anwendungsspektrum zur Verfügung gestellt werden.
Erhebliche technische Herausforderungen sind die Dichtheit der Systemgeometrie gegenüber Wasserstoff sowie der wasserstoff- und druckinduzierte Verschleiß der Membrankomponente. Zunächst wird der Verdichter auf einen Zieldruck von 300 bar verdichten. Innerhalb des Forschungsvorhabens soll jedoch bereits der Grundstein für die Skalierbarkeit des Systems auf bis zu 1000 bar und höher gelegt werden. Ein weiterer Skalierungsschritt ergibt sich aus der Erweiterung des Verdichter-Volumens, wodurch zukünftig das Betanken von Brennstoffzellenbussen und anderen wasserstoffbetriebenen
Nutzfahrzeugen innerhalb kürzester Zeit in nur wenigen Verdichter-Hüben ermöglicht werden soll.