Um den Wasserstoffbedarf Deutschlands zu decken, braucht es neben der heimischen Erzeugung auch diversifizierte Importoptionen. Ammoniak (NH3) gilt dafür als idealer Trägerstoff und dürfte zukünftig zu einem der wichtigsten Transportmedien für den Import von Wasserstoff gehören. Die Verbindung aus Wasserstoff und Stickstoff lässt sich mittels so genannter Cracker wieder in seine Bestandteile aufbrechen und zurückverwandeln.
Im Rahmen des Projekts AZAN sind die Errichtung und der Betrieb einer großtechnischen Anlage zum Cracken von Ammoniak im Raum Rostock geplant. Dafür hat VNG eine Machbarkeitsstudie erfolgreich abgeschlossen und plant nunmehr die weitere Entwicklung des Projekts. Mit einer bestehenden Ammoniakinfrastruktur und dem geplanten Anschluss ans Wasserstoffkernnetz bietet der Rostocker Hafen dafür die idealen Standortfaktoren. Derzeit erfolgt eine weiterführende Analyse der Standortbedingungen sowie der Optionen auf technischer Herstellerseite.
In Zukunft könnten im Rahmen des Projekts jährlich rund 144.000 Tonnen Wasserstoff in Rostock erzeugt und in das zukünftige Wasserstoffnetz eingespeist werden. Das Projekt AZAN leistet somit perspektivisch einen bedeutenden Beitrag für eine grüne Energiezukunft. VNG legt damit den Grundstein für eine zuverlässige, zukunftsfähige Energieversorgung und treibt den Wasserstoffhochlauf in Ost- und Mitteldeutschland aktiv voran. Die Inbetriebnahme ist laut Planungen für 2030 vorgesehen.